Abteilung Holztechnik

Abteilung Holztechnik
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Detmold als Studienort




Bilder vom Stadtzentrum sowie vom Freilichtmuseum direkt im Stadtgebiet
Der Stuhl „Him“ des italienischen Designers Fabio Novembre

Detmold? Steht da nicht das Hermannsdenkmal? Liegt doch irgendwo am Teutoburger Wald, oder? Die haben doch eine Musikhochschule. So oder ähnlich klingen oft die ersten Sätze über die alte Residenzstadt.

Detmold ist mit seinen ca. 72.000 Einwohnern als Studienort groß genug, um alles zu bieten was das Studentenherz begehrt. Andererseits ist die Stadt aber auch klein genug, um noch übersichtlich zu sein.

Der Stadtkern mit vielen Fachwerkhäusern und dem Detmolder Schloss nebst Schlosspark machen das Zentrum interessant und recht gemütlich. Auch die Kneipenkultur ist sehr vielseitig und bietet zu vernünftigen Preisen für jeden etwas nach seinem Gusto.

Um den nötigen Abstand vom Schulstress zu gewinnen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Angefangen bei Festen im Rahmen der Fachhochschule mit ihren vielen Studenten, einem reichhaltigen Angebot an Musikveranstaltungen von Jazz bis Klassik, vor allem durch die in Detmold ansässige, international bekannte Musikhochschule.

Aber auch Theater, Straßenfeste und Sportveranstaltungen bis hin zum deutschen Handballmeister TBV Lemgo in der nächst größeren Nachbarstadt.

Im Detmolder Stadtgebiet liegt das flächenmäßig größte Freilichtmuseum Europas, das Westfälische Freilichtmuseum. Holzwürmer finden hier an reichhaltiges Abgebot an interessanten Exponaten im Bereich Möbelbau und Fachwerk.

Auch Naturliebhaber werden neben der Vielfalt von Teuteburgerwald und Eggegebirge gut bedient. Die älteste und artenreichste Greifvogelwarte Europas, die Adlerwarte Berlebeck, und der Vogel- und Blumenpark Heiligenkirchen. Beides befindet sich stadtnah am Rande von Detmold.

Infoseite der Stadt Detmold

Ausstellung zur Kultur des Sitzens

Die Königsdiziplin des Designens: Die Hochschule OWL hat ein neues Präsentationskonzept für die bedeutende Stuhlsammlung des Lippischen Landesmuseums entworfen – ab sofort ist die Ausstellung „Sitzen“ im Museum zu sehen.

Ferner bietet das Landesmuseum im Zentrum weitere Ausstellungen für den Bereich Möbelgeschichte, insbesondere die oben genannte Dauerausstellung zur Geschichte des Möbeldesigns der letzten 150 Jahre sowie zur Möbelgeschichte von der Romanik bis zum Klassizismus. In der Nachbarschaft liegt das fürstliche Residenzschloß als ein hervorragendes Beispiel für den Baustil der Weserrenaissance.

Gut sitzen ist eine Frage des Designs

Neue Ausstellung im Lippischen Landesmuseum kombiniert alte Stühle und aktuelle Sitzobjekte.
Ein Stuhl ist nicht nur ein Stuhl. ... Ein Stuhl verkörpert auch ein Stück Kulturgeschichte, ist Zeugnis seiner Zeit. Eine neue Ausstellung im Landesmuseum beleuchtet dieses Phänomen.
Detmold. „Sitzen“ ist die Ausstellung überschrieben, deren Exponate zum Großteil aus der bedeutenden Stuhlsammlung des Lippischen Landesmuseums stammen. „Sie umfasst mehr als 170 Exponate, im wesentlichen eben Stühle, aber auch andere Möbel“, berichtet Museumsdirektor Dr. Rainer Springhorn. Dozenten und Studierende der Hochschule OWL haben den Fundus analysiert und eine neue Präsentationsform für die Kollektion konzipiert, die ab sofort unter dem Namen „Designsammlung“ firmiert.
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Denn das ist ein Merkmal der neu gestalteten Ausstellung: Den alten Stühlen sind jeweils topaktuelle Modelle gegenübergestellt, um so die Exponate in ihren designhistorischen Kontext einzuordnen. Da trifft schon mal ein leicht geschwungener Holzstuhl der Gebrüder Thonet von 1860 auf einen 2008 von Oskar Zieta designten Hocker aus ganz dünnen, verschweißten Stahlblechen, die unter Innendruck mit Luft aufgebläht werden. Lautmalerischer Name des Möbels: „Plopp“.
Die Ausstellung „Sitzen“ wird auf zwei Etagen der Zehntscheune des Museums präsentiert. Auf der ersten wird in Themengruppen der Entstehungsprozess der Stühle beleuchtet – vom Entwurf, über Material und Technik bis hin zu Produktion und Vertrieb. Auf der zweiten Ebene geht es unter dem Titel „Arbeiten und Entspannen“ um die Nutzung der Möbel.
Die Ausstellung beruht auf dem Entwurf von Jasmin Schellmann, die damit am Fachbereich 1 der Hochschule OWL ihre Diplomarbeit ablegte. Die Innenarchitekten vom Detmolder Büro „zwischen_raum“ erstellten auf dieser Basis das endgültige Konzept. „Wir haben vor allem das Grafik-Design überarbeitet“, erzählt Christian Gallei. „Weil die Stuhlsammlung auch eine Lehrsammlung ist, gab es einen hohen Textanteil. Den haben wir versucht, so unterzubringen, dass der Besucher nicht erschlagen wird von all den Informationen.“
Geplant ist, die Ausstellung in unregelmäßigen Abständen umzugestalten. So wird ein stets wechselndes Exponat zu sehen sein, das von Studierenden der Hochschule entworfen wurde. Aber auch die derzeit 34 präsentierten Stühle aus der Sammlung des Museums sollen immer mal wieder gegeneinander ausgetauscht werden.
Echte Klassiker und brandneue Konzepte
Die Sammlung, die ein gemeinsames Projekt des Museums und der Hochschule OWL ist, wurde 1989 u.a. von Prof. Felix Nitsch ins Leben gerufen. Grundstock war die Möbelsammlung Alexander von Vegesacks, Direktor des Vitra-Design-Museums in Weil am Rhein. Von Vegesack hatte die rund 200 Exponate umfassende Sammlung international renommierter Architekten, Entwerfer und Designer dem Landesmuseum zunächst als Dauerleihgabe anvertraut, allerdings mit der Maßgabe, sie sukzessive anzukaufen. Die ästhetisch wie technologisch wegweisenden Entwürfe stammen von Thonet, Josef Hoffmann, Marcel Breuer, Mart Stam, Charles und Ray Eames, die Sammlung umfasst aber auch neueste Konzepte von Philippe Starck oder Konstantin Grcic. „Reizvoll ist die Sammlung, weil das 19. Jahrhundert stark vertreten ist, aber eben auch die klassische Moderne“.
Von Barbara Luetgebrune, © 2010 Lippische Landes-Zeitung, Mittwoch 30. Juni 2010

Öffnungszeiten des Museums: dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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